Zuchtschau in Lingen 2004

Nach den Überredungskünsten unserer Tochter haben wir uns dann endlich mal bereit erklärt, mit unserer Bakira zu einer Ausstellung zu gehen. Eine Email von Herrn Kriete mit Hinweis auf die Zuchtschau in Lingen gab dann den Anstoß, Bakira dort anzumelden und unserer Tochter einen großen Wunsch zu erfüllen.

Wir sind dann eigentlich ‚vorsätzlich unbedarft’ an die Sache herangegangen, haben auch ‚Zähne zeigen’ mit Bakira geübt, was ohne eine fremde Person daneben auch ganz gut – wenn auch widerwillig – ging. Noch ein bisschen ‚führen’ üben und ein bisschen Fellpflege und schon war es dann soweit.

Abfahrt am Sonntagmorgen (25. April 2004) um 8:00Uhr, also kein gemütliches Frühstück, sondern früh raus und dann im Auto Kaffee und Brot! Um ca. 9:30Uhr kamen wir in Lingen an, es gab zum Einlaß eine lange Schlange – wir haben gedacht, bis um 10:00Uhr – Einlass Ende – sind wir niemals auf dem Ausstellungsgelände. Aber es hat dann doch alles gut geklappt. Im überdachten Außenbereich war der Ring für die Eurasier, Beginn des ‚Richtens’ sollte 10:30Uhr sein. Der Sonderleiter (Herr Jacob) sagte dann aber gleich, dass wir bestimmt erst am frühen Nachmittag ‚dran’ (Nummer 35) kommen – eine lange Wartezeit, aber wir konnten ja schon mal schauen, wie es so abgeht. Mit Herrn Kriete und seiner Bina haben wir dann ein bisschen geklönt und uns die Zeit mit anderen Eurasierbesitzern und Gängen durch die Ausstellung vertrieben.

Um ca. 13:30Uhr war es dann soweit, die offene Klasse Hündinnen war dran, es waren 11 Hündinnen, die Gruppe wurde dann geteilt – wir kamen in die 2. Gruppe. Noch mal ein bisschen Ruhe, aber dann war die 2. Gruppe dran und Bakira und Helmut durften die ersten Runden drehen. Aber dann kam das schlimmste – die Zähne zeigen! Und das mit einer fremden Person (Richter Herr Müller) direkt neben sich. Unmöglich, Bakira ließ es nicht zu. Andere denken sich jetzt bestimmt, was will denn so ein schlecht erzogener Hund im Ring? Für Bakira war das Prozedere ziemlich unangenehm, aber Herr Müller war sehr geduldig, gab mir noch mal Tipps zur Ausführung und irgendwann klappte es dann doch noch – hier noch mal vielen Dank an alle Zwei- u. Vierbeiner, die aufgrund dieser Situation im Ring und außerhalb warten mussten. Also, dass Gebiß war und ist vollständig! Anschließend noch ein paar Läufe durch den Ring und die anderen waren dran. Nachdem die 2. Gruppe ‚durch’ war, gingen noch mal alle in den Ring, noch ein paar runden im Trab und dann Aufstellung zur mündlichen Beurteilung, alle bis auf die 4 plazierten konnten den Ring verlassen. Endlich konnte Bakira wieder zurück zum Rudel – Erleichterung! Die Worte von Herrn Müller hatte ich noch im Ohr: „Es reicht an –Vorzüglich –  heran, aber die Präsentation war durch die schwierige Gebißkontrolle nicht so gut – und wegen des kräftigen, längeren Fell’s eben ein sehr gut. Aber ein sehr guter Hund ist eben ein sehr guter Hund!“

Die schriftliche Beurteilung:

Herr Müller: „Eine sehr typ- und ausdrucksvolle Hündin, bei der die Gebißkontrolle leider nur sehr schwierig möglich ist, sehr gut ausentwickelt, kraft- und substanzvoll, wirkt etwas schwer, hat allerdings sehr kräftiges Fell, sehr üppige Behaarung an Rute und Hose, sehr gute anatomische Anlagen, sehr gute obere und untere Linie, gute Winkelungen der Vor- und Hinterhand, korrekt gestellt in der Front, beste Kopfproportionen, etwas weit angesetzte Ohren, harmonische Gänge bei guter Gesamtfestigkeit.“ Bewertung: sehr gut

Siegerin in der offenen Klasse wurde Bina vom Moorgarten (Besitzer Fam. Kriete). Sie hat den ersten Platz gemacht und lag dann im Vergleich zur einzigen Hündin in der Championklasse auch vorne!

Nach der Pokalverleihung und Ausgabe der Bewertungen haben wir dann ganz schnell unsere Sachen gepackt und waren um 17:30Uhr wieder zuhause.

Abschließend müssen wir nach den Eindrücken der Veranstaltung sagen, alles ganz schön, aber viel zu lang und so ein ganzer Sonntag ist uns doch zu schade zum Warten und ‚nichtstun’, wenngleich sich sicherlich Interessierte hier einen guten Eindruck der einzelnen Rassen holen können und einer Entscheidungsfindung zu Ihrem Hund (Rasse) vielleicht leichter fällt? Aus unserer Sicht fallen die Eurasier auf so einer Ausstellung auch wieder positiv aus dem Rahmen – ohne Schleifen, übertriebenes Bürsten und sonstigen Blüten, die wir auf der Ausstellung beobachtet haben (unsere ganz persönliche Meinung!). Aber die beste Vorstellung gibt es sicherlich auf einem Spaziergang, am besten auf einem Eurasier-Spaziergang!