‚Alp(en)-Traum‘

Winterurlaub im Dezember 2012 im Kleinwalsertal

Wir waren mal wieder – zum 15. Mal über Weihnachten – mit Familie und Bakira in tief verschneiten Kleinwalsertal. Unsere Bakira, die mittlerweile schon über 14 Jahre alt ist, liebt diese Zeit im Schnee besonders. Die mittlerweile nicht mehr so langen Spaziergänge im Schnee mit der ganzen Familie genießt sie sehr. Bakira war im Sommer 1998 – gerade 4 Monate alt – das erste Mal mit in den Bergen und dann zu Weihnachten 1998 mit uns das erste Mal in den verschneiten Bergen.

So auch in diesem Jahr am letzten Urlaubstag. Ein schöner Spaziergang war für alle – 12 Zweibeiner und vier Vierbeiner – angesagt. Es schneite leicht – perfekt! Tolle Stimmung!

Am späten Nachmittag kamen wir wieder in der Wohnung an. Nach dem Kaffee ging‘s ans packen, am nächsten Tag war die Heimreise geplant.

Bakira musste eigentlich zufrieden und müde sein. Doch im Gegenteil, Bakira wurde immer unruhiger. Wir waren kurz mit ihr draussen, sie würgte zwischendurch, aber konnte nicht richtig ‚spucken‘. Was war los? Wieder in der Wohnung angekommen, stellte ich fest, dass ihre Haare im Bauchbereich etwas abstanden, hatte sie einen dicken Bauch? Ihr Zustand wurde schlechter. Stark beunruhigt haben wir sie weiter beobachtet, dann versucht, einen Tierarzt zu erreichen (und das am Freitagabend nach 18:00h).

Wir bekamen dann einen Rückruf aus der Praxis und fuhren sofort ins ca. 30 Minuten entfernte Sonthofen. Untersuchung und Röntgenbild: Die Diagnose der Tierärztin, es war eine Magendrehung. Eine OP war schnellstens notwendig. Das große Flattern…

Die Tierärztin hat uns gleich an eine 5 Minuten entfernte Tierklinik in Blaichach weitergeleitet und dem Tierarzt auch schon telefonisch Bescheid gegeben.

Dort angekommen, bekam Bakira gleich eine Beruhigungsspritze, im Anschluss wurde gleich die Narkose eingeleitet. Wir konnten dann in die Wohnung fahren, zuvor wurden wir noch vom Tierarzt auf Kosten, Komplikationen in der Narkose und danach hingewiesen. Die Alternative wäre gewesen, Bakira einschläfern zu lassen.

Mit einem ‚mulmigen‘ Gefühl im Bauch fuhren wir zurück in die Ferienwohnung. Traurige Stimmung, alle drückten die Daumen für Bakira.

Um 23:00h bekamen wir telefonisch Nachricht vom Tierarzt, die OP war gut verlaufen. Bakira wachte langsam auf. Der Tierarzt war optimistisch, machte uns Mut. Den weiteren Verlauf wird der Hund jetzt entscheiden, Näheres sollten wir dann am nächsten Morgen erfragen.

Wollte sie wieder gesund werden und mit uns nach Hause fahren? SIE WOLLTE!

Am nächsten Tag waren wir dann nach dem Frühstück schnell unterwegs in Richtung Tierklinik, um 9:45h waren wir bei Bakira. Wir konnten sie mit nach Hause nehmen. Sie bekam dann noch eine Versorgung für die Fahrt und den Tag, der Tropf blieb angeschlossen. Somit hat Bakira die Fahrt nach Hause zum größten Teil ‚verschlafen‘.

Nach drei Tagen Ruhe zuhause haben wir Bakira dann zur Kontrolle bei unserer Tierärztin vorgestellt. Hier bekam sie noch ein Aufbaupräparat. Zwischenzeitlich hatten wir öfter Kontakt mit Frau Marahrens und Frau Aach, die uns mit guten Ratschlägen betreut haben – Danke dafür!

Mit der Ruhe war es dann am Silvesterabend (Tag 3 nach der OP) vorbei… Bakira war sehr unruhig. Sie hat schon immer Angst vor der Knallerei gehabt.

In den Tagen darauf wurde Bakira’s Zustand dann von Ruhephase zu Ruhephase immer besser. 10 Tage nach der OP wurden dann die Fäden gezogen, es sah alles gut aus.

Jetzt – ca. 4 Wochen nach der OP, geht es Bakira wieder richtig gut, sie bewegt sich wie vor der OP.

Es freut sich tüchtig die Familie Urban aus Westerloy!

Nachsatz:

Ende Februar, ca. 8 Wochen nach der OP haben wir es gewagt, und sind mit Bakira wieder in den Schnee ins Kleinwalsertal gefahren.

Wir haben großes Glück mit dem Wetter gehabt und ganz viel Sonne bei tollem Schnee genossen. Und Bakira hat den Urlaub gut mitgemacht – REHA kann man das wohl nicht nennen – und wie gewohnt kurze Spaziergänge (altersentsprechend) mitgemacht. Beide Autotouren waren auch gänzlich unproblematisch, Bakira ist eben am liebsten bei ‚ihren Leuten‘ und fühlt sich wohl, wo das Rudel sich wohl fühlt.

Bald – am 25. März – wird sie 15 Jahre alt, es geht ihr gut und darüber sind wir froh!

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